DialogBOX »Jugendliche und Unternehmen im Dialog – Berufsorientierung als Begegnung«

Haben Jugendliche, die kurz vor dem Schulabschluss an einer Sekundarschule stehen, eine Vorstellung davon, was sie in einem Unternehmen erwartet, welche konkreten Anforderungen an sie gestellt werden? Und haben Unternehmen, die Auszubildende suchen, eine Vorstellung davon, mit welchen Wünschen, Hoffnungen und Erwartungen diese Jugendlichen »im Betrieb ankommen«? Beide Fragen lassen sich in den meisten Fällen klar mit nein beantworten. Gleichwohl gilt: Unternehmen brauchen dringend Nachwuchs, Jugendliche brauchen Perspektiven.

Der aktuelle Bildungsbericht von 2012 identifiziert sogenannte bildungsbenachteiligte Jugendliche weiterhin als die Gruppe mit den geringsten Erfolgen am Übergang Schule/ Ausbildung. Und auch der demografische Wandel wirkt sich nicht positiv auf die Zugangschancen dieser Jugendlichen zu einer dualen Ausbildung aus. 

Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt DialogPERSPEKTIVE entwickelt. Gegenseitige Erwartungen und Anforderungen sollen formuliert und ausgetauscht werden und »Partizipation« und »Berufsorientierung« zusammen gedacht werden. Es gilt, Barrieren abzubauen und vor allem neue Wege zu erschließen. DialogPERSPEKTIVE setzt dabei auf die vielzitierte Begegnung »auf Augenhöhe« von sogenannten benachteiligten Jugendlichen und Unternehmen. In dem Maße, wie Jugendliche lernen über die eigene Identität und den eigenen Lebensweg nachzudenken und ihre Vorstellungen zu entwickeln und zu artikulieren, werden sie zu einem aktiven Gegenüber für die Unternehmensseite und zu Rollenvorbildern im eigenen Umfeld. Mit DialogPERSPEKTIVE wollen wir die differenzierte Wahrnehmung der von Vielfalt und Differenz geprägten Herkunfts- und Arbeitskulturen und deren Berücksichtigung im eigenen Denken und Handeln fördern. 

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